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aesth paideia ist eine forschende Weiterbildung, die in zwei Weiterbildungsphasen im Zeitraum von März 2015 bis Januar 2017 an der Alice Salomon Hochschule Berlin durchgeführt wurde. Die Weiterbildung richtet sich an Kunst- und Kulturschaffende in Zusammenarbeit mit Pädagog*innen, die für die Bildungsarbeit mit Kindern zwischen 3 und 6 Jahren auf der Grundlage des Konzeptes „Ästhetische Forschung“ qualifiziert werden.
Das Projekt besteht neben Phasen der Entwicklung und Evaluation der Weiterbildung aus zwei Weiterbildungszyklen (je 17 feste Termine verteilt auf 10 Monate, zusätzlich reflektierender Hospitationstermine in den Praxisphasen).


Folgende Themen werden behandelt

  • Konzept „Ästhetische Forschung“
  • Ästhetische Erfahrung in der Kindheit
  • Kindliches Bildungshandeln – ästhetisch-leibsinnliche Zugänge, Wahrnehmungsdispositionen – Symbolisierungspraxen
  • Objekte – Dinge – Material – Lebenswelt des Kindes
  • Pädagogische Konzepte (Reggio, Freinet, Montessori)
  • Zeitgenössische Künste – ästhetisch-künstlerische Erkenntnisweise
  • Dimension der Nicht-Identität und Negativitätsstruktur in Bildungsprozessen
  • Relevanzen einer ästhetisch-künstlerischen Didaktik: Bildungsfeldentwicklung der „offenen Dichte“ – ästhetisch-performativ-dialogische Handlungsdidaktik
  • Beobachtungsformate: Wahrnehmende Beobachtung, teilnehmende Erfahrung
  • Prozess-Dokumentationsformate

Ziel des Projektes

aesth paideia möchte mit dem Forschungs- und Entwicklungsprojekt Kunst- und Kulturschaffende sowie Pädagog*innen in der je eigenen professionellen Ausrichtung für die ästhetisch-künstlerische Bildungsarbeit mit Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren qualifizieren. Dabei gilt der didaktisch-konzeptionelle Ansatz der „Ästhetischen Forschung“ von „aesth paideia“, der die Dimension des Ästhetischen und der ästhetischen Erfahrung ins Zentrum der frühkindlichen Bildungsarbeit stellt, als Brückenschlag.

Hierüber soll die Professionalität der Kunst- und Kulturschaffenden in ihrer bildungsprakischen wie -theoretischen Relevanz für die Bildung in der frühen Kindheit im Zentrum stehen und einen bildungspolitischen Diskurs anregen. Perspektivisch soll neben der Verortung von Künstler*innen und Kulturschaffenden in zeitbefristeten externen künstlerisch-pädagogischen Projektangeboten, die Bedeutsamkeit kontinuierlicher Anstellungsverhältnisse von Künstler*innen in der Pädagogik aufgezeigt und für die Berufsgruppe angestrebt werden. An diese Intention gebunden ist es Ziel, ein ästhetisch-forschendes Weiterbildungsmodul im Sinne von „aesth paideia“ an Aus- und Weiterbildungsinstitutionen im Feld der Pädagogik der frühen Kindheit zu verstetigen.

Mit dem Ende der Förderphase wird eine Wander- und Posterausstellung entstehen, die die wesentlichen Prinzipien und Erkenntnisse der Fortbildung darstellt.

Zudem ist ein Handbuch geplant, das in seiner Form als auch mit seinen Inhalten, Grundprinzipien und Erkenntnisse des Forschungsprojektes darlegt und vor allem grundsätzliche Positionen zur Bildung früher Kindheit unter Berücksichtigung des ästhetischen Erfahrungskonzepts in seiner bildungstheoretischen Begründung aufzeigt. Das Handbuch soll für Künstler*innen, Kulturschaffende, Pädagog*innen wie alle anderen Interessierten und Tätige in dem Feld Bildung frühe Kindheit zur Verfügung stehen.

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